Dieter E. Zimmer

Deutsch und anders

Sach. Rowohlt, 384 Seiten. ISBN: 3-498-07661-2

Dieter E.  Zimmer: Deutsch und anders

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Ist das Medium Buch noch zu retten? Ist gar die deutsche Sprache schon verloren? Diese Fragen stellen Kulturpessimisten gerne und oft. Dieter E. Zimmer ist kein Kulturpessimist. Er beschäftigt sich mit der deutschen Sprache und dem Medium Buch auf sachlich-aufklärerischer Weise.
Immer mehr Begriffe aus dem Englischen gelangen ins Deutsche, vor allem aus den Bereichen Pop, Sport und Computer. Die deutsche Sprache ist diejenige europäische Sprache, welche die wenigsten Computer-Fachbegriffe übersetzt hat. Termini wie "Workstation", "Toner" oder "Notebook" wurden einfach übernommen, Übertragungen wie "Schnittstelle" statt "Interface" sind selten. Der "neuen" Sprache begegnet man an jeder Straßenecke: vom "Telebanking" über die "EuroCard" bis zum "Intercity". Zimmer geht davon aus, daß man die Sprache Schopenhauers, Brechts oder Enzensbergers in einigen Jahrzehnten nur noch ungefähr verstehen wird, daß sich deutsche Sprache massiv wandelt, ohne jedoch gänzlich unterzugehen.
Das Medium Buch, so Zimmer, verschwindet genauso wenig wie die deutsche Sprache, im Gegenteil, es wird immer mehr gelesen. Genauer betrachtet stellt sich jedoch heraus, daß unsere Gesellschaft dreigeteilt ist: In ein Drittel, das Zeitungen mit großen Überschriften und Gameshows konsumiert, in ein Drittel, das alle Medien, einschließlich Bücher, immer häufiger und immer intensiver nutzt, gut gebildet und informiert ist und in ein Drittel, das mäßig informiert bzw. interessiert ist. Daß es das zweitgenannte Drittel ist, welches die gutbezahlten Berufe ausübt, liegt auf der Hand.
In den zeitgenössischen Sprachgebrauch haben sich zahlreiche Unsitten eingeschlichen. Zimmer entlarvt sie auf amüsante Weise und nicht immer "politisch korrekt", dann z.B., wenn er sich dem Unfug widmet, welchen Feministinnen eingebracht haben. Er nennt die Erfindung der "Schirmfrauschaft" oder "verschwestern" statt "versöhnen", was auf völlige Unkenntnis von Etymologie schließen läßt.
Ein Buch über Sprache stellt man sich gemeinhin langweilig vor. Dieter E. Zimmers "Deutsch und anders" versammelt jedoch mehr als ein Dutzend höchst vergnüglicher und auch polemischer Aufsätze über den Zustand der deutschen Sprache. Einige Beiträge sind ihm zu lang geraten, der vielleicht aktuellste, nämlich "Über die miniaturisierte Reform der deutschen Rechtschreibung", dagegen mit fünf Seiten etwas sehr kurz. Matthias Kehle






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