Irvin D. Yalom

Die rote Couch

Roman. btb Verlag, ISBN: 3-442-72330-2

Irvin D.  Yalom: Die rote Couch

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Kann man heutzutage in Amerika dem Mittelstand angehören, ohne mindestens eine Therapie hinter sich zu bringen?
Wohl kaum.

Ernest Lash ist ein junger, ambitionierter Psychoanalytiker in San Francisco. Eigentlich hatte er nicht vor, diesen Berufsweg einzuschlagen - doch die Begegnung mit einem alternden Therapeuten, der des sexuellen Missbrauchs an einer Patientin angeklagt war, hatte ihn dazu bewogen. Dieser Therapeut war der festen Überzeugung, dass entgegen jeglicher Standesethik und Moral seine Behandlung das Einzige gewesen wäre, womit er der Patientin hätte helfen können.

Entgegen der starren Lehrmeinung seines Supervisors ist auch Ernest der Ansicht, dass man mit Schultherapie alleine nicht sehr weit kommen würde, dass für jeden Patienten ein wenig Individualität gefragt wäre. Deshalb beschließt er ein Experiment zu starten: der nächste neue Patient würde von ihm mit völliger Offenheit und Ehrlichkeit seinerseits konfrontiert werden. Pech für ihn, dass er damit gerade an Carol gerät.

Denn Carol hat nicht vor, eine konventionelle Therapie zu absolvieren: wonach es sie dürstet, ist Rache. Ihr Mann, seit mehreren Jahren Ernests Patient, hatte es doch tatsächlich gewagt, sie zu verlassen! Auch wenn sie ihm nicht aus Liebe hinterhertrauerte - aber alleine für die Unverschämtheit, sie sitzen zu lassen, musste er bezahlen. Und die einzige Möglichkeit, die sie sieht, ist, ihn über den einzigen Menschen, an dem er ihres Wissens hängt, zu verletzen.... seinen Therapeuten....

Tja, was soll ich sagen - die spinnen, die Amis.

Für mich als Europäerin ist es tatsächlich schwer vorstellbar, dass die hier geschilderte Gesellschaft zwar überzeichnet, aber dennoch in den Grundzügen so wie geschildert exisitiert.

Yalom, selber Professor für Psychiatrie, stellt hier seinen eigenen Berufszweig unter ein nicht allzu günstiges Licht; mit spitzer Feder präsentiert er vor allem dessen Schwachstellen und Lächerlichkeiten.

Ich hab mich herrlich über die Schilderung der Vereinssitzung amüsiert - Karrierestreben, Paktieren, Anprangern beherrschen wohl die Vertreter jedes Berufszweigs. Verschärfend kommt natürlich hinzu, dass die Spezies der Psychoanalytiker ja überzeugt ist, über eine herausragende Menschenkenntnis zu verfügen.

Also gut zu lesende, flüssig geschriebene Unterhaltung - sprachlich nicht berauschend, aber auch nicht weiter negativ. Gestört hat mich eher das allzu positive Ende, die heile Welt, die plötzlich wieder hergestellt wurde - das nimmt dem Buch ein wenig die Schärfe und Würze.

Ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen!
Daniela Ecker -die-Leselust.de-






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