Wilfried Wieck

Was Männer nur Männern sagen

Sach. Kreuz, ISBN: 3-783-11708-9

Wilfried  Wieck: Was Männer nur Männern sagen

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Als Antwort auf den Feminismus und die Frauenhäuser entstanden bereits Ende der 80er Jahre Männergruppen, teils als chauvinistische "Retourkutsche", teils jedoch auch aus Verunsicherung über das rapide veränderte Rollenverständnis vor allem der Männer.
Der Berliner Psychotherapeuth Wilfried Wieck hat jetzt seine Erfahrungen mit diesen Männergruppen in einem Buch zusammengefaßt und kommentiert.

Das Buch besteht aus einer Reihe von Berichten der Gruppen-Mitglieder über ihre Probleme mit dem Leben und vor allem mit ihren Beziehungen zu Männern und Frauen. Wieck verbindet diese Berichte mit erklärenden und hinleitenden Bemerkungen, zeigt sich dabei jedoch eindeutig parteiisch nicht nur im Sinne seiner "Patienten" - denn solche sind sie - sondern auch im Sinne einer neuen(?) männlichen Lebensauffassung.

Positiv ist diesem Buch zugutezuhalten, daß es kein Thema tendenziös oder ideologisch angeht, vordergründig zumindest überwiegt eine sachliche Auseinandersetzung mit den Problemen der Männer und damit der Gesellschaft. Dabei ergeht es den Männern durchaus nicht gut. Wieck streichelt weder ihr Ego noch entschuldigt er sie, sondern wirft ihnen sogar Egozentrik, Verwöhnhaltung und Selbstmitleid vor.

Aufschlußreich, ja fast entlarvend ist jedoch das Frauenbild des Buches, und das bedeutet das des Autors. Per Lippenbekenntnis fordert er ein Überdenken der Beziehungen zwischen Männern und Frauen und schreibt den Männern dabei wesentlich deutlichere Aufgaben ins Merkheft. Seltsamerweise bleiben die Frauen selbst jedoch Schemen in diesem Buch. Wenn sie als Personen auftreten, dann als besitzergreifende und herrschsüchtige Mütter oder Ehefrauen/Freundinnen, die den (armen) Männern die Freiheit des Geistes und die Selbstbestimmung rauben. Selbst der Mann, der bei keiner Frau landen konnte, erscheint zwischen den Zeilen noch als ihr Opfer. Der Höhepunkt und die eigentliche Entlarvung erfolgt jedoch in dem klaren Bekenntnis Wiecks, daß "Männer weder heiraten, noch mit einer Frau zusammenleben, noch Kinder haben sollten". Ja, wenn wir diese Haltung ernst nehmen, ist die Menschheit binnen zweier Generationen ausgestorben und keiner braucht (und kann) sich mehr Gedanken über die Befindlichkeit der Männer zu machen. Der nur hin und wieder eingestreuten Hinweise auf die homosexuellen Veranlagung einiger (oder vieler?) Gruppenmitglieder findet hier seine programmatische Entsprechung. Damit verliert das Buch jedoch an Wert, da es nicht mehr glaubwürdig die Interessen aller Männer vertritt, sondern - wenn auch unterschwellig - nur die einer bestimmten Gruppe. Auch ohne diese Gruppe in irgendeiner Weise diskriminieren zu wollen, stellt sie schließlich nicht das Maß aller Dinge dar.

Dennoch ist das Buch auch für "Heteros" lesenswert, weil es viele Erkenntnisse vermittelt, die so Mancher im Stillen für sich verdrängt und damit seine Umgebung - mit Vorliebe die Frauen - nervt.

Frank Raudszus






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