Kurt Vonnegut

Galapagos

Roman. Goldmann, München. 254 Seiten. ISBN: 3-442-09624-3

Die schrecklichen Folgen des Antifrauenbakteriums
Kurt  Vonnegut: Galapagos

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Die schrecklichen Folgen des Antifrauenbakteriums

Ein weiterer Roman vom Ende der Welt, wie wir sie kennen. Ein ähnliches Szenario wie es Vonnegut bereits in ->"Katzenwiege" und ->"Zeitbeben" mit Erfolg zum Einsatz gebracht hat. In "Galapagos" ist jedoch alles noch einen Dreh merkwürdiger.

Handlung

Die Sache war nämlich fogendermaßen: Vor 1 Million und 1 Jahr erschien der neueste Roman von einem gewissen Kurt Vonnegut. Er beschrieb das Leben der heutigen Menschheit und wie das damals A.D. 1988 – also vor 1 Mio. Jahren – alles anfing.

Mittlerweile gibt es die Menschen nur noch auf den wenigen Galapagos-Inseln. Mit ihren Flossen, den kleinen Köpfen und ihrem pelzartigen Fell sind sie dem Prinzip des Überlebens allemal dienlich als sie es anno dunnemals waren.

In jener längst entschwundenen Epoche der "großen Gehirne" lebten diese Menschen in einer Gemeinschaft namens Zivilisation, deren Zusammenhalt sich vor allem auf Geld gründete. Als anno 88 dieses Geldsystem zusammenbrach, zerfiel, logisch, auch die Zivilisation. Fast gleichzeitig machte ein neues Bakterium alle Frauen unfruchtbar. Die Geschichte wäre damit eigentlich zu Ende, wenn da nicht...

...eine Kreuzfahrt nach Galapagos hätte stattfinden sollen. Das Schiff sollte in Guayaquil am Äquator ablegen. Eingeladen waren Jackie Onassis, Mick Jagger, usw. – jedenfalls alles, was Rang und Namen hatte. Etwas unbedeutender: Mary Hepburn, Witwe; Hisako Hiroguchi, schwangere Japanerin; Selena MacIntosh, eine blinde junge Frau, sowie sechs kleine Kanka-bono-Mädchen, die letzten Überlebenden ihres Stammes.

Nach dem Untergang der Zivilisation sagten natürlichen Ränge und Namen ab, übrigblieben nur die genannten neun Frauen sowie Kapitän Adolf von Kleist von der "Bahia de Darwin". Als das Hotel von der Luftwaffe Perus angegriffen wird, machen sich diese zehn auf der "Bahia" aus dem Staub und schippern gen West, bis sie durch einen mehr oder weniger glücklichen Zufall vor der Insel Santa Rosalia auf Grund laufen.

Geschützt vor dem Antifrauenbakterium, von dem sie nichts wussten, vergessen von einer Menschheit, die sich Wichtigeres zu kümmern hat als um neun verschwundene Frauen, gründet Kleist das neue Menschengeschlecht. Von ihm und der kleinen Akiko, der leicht mutierten Tochter Hisakos, stammen alle heutigen Menschen ab. Und dafür dürfen wir dankbar sein, bewahrt es uns doch vor den schrecklichen Folgen, die große Gehirne so mit sich bringen. Unsere Zivilisation wird so bald nicht untergehen!

Fazit

Diese witzige Geschichte der modernen Menschheit ist mit heiterem Zynismus geschrieben, der seine humanistischen Züge nicht versteckt. Vonnegut erzählt in seiner bekannt fahrigen Art und Weise. Das erlaubt es ihm, in kurzen Bemerkungen die Lebensgeschichten der Haupt- und Nebenpersonen ebenso einfließen zu lassen wie Zitate aus Literatur und Geschichte.

Zu beanstanden ist lediglich die winzige Schrifttype, die auch in der Goldmann-Taschenbuchausgabe verwendet wurde. Sie ist maximal 6-8 Punkt hoch und eine Zumutung für die Augen.

Michael Matzer © 2000ff

Info: Galapagos, 1986; Goldmann 1990, München; Nr. 9624, 254 Seiten, aus dem US-Englischen übertragen von Lutz-W. Wolff

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