Ingomar von Kieseritzky

Da kann man nichts machen

Roman. C.H. Beck Verlag, 269 Seiten. 19.50 EUR . ISBN: 3-406-48056-X

Ingomar  von Kieseritzky: Da kann man nichts machen

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Während der von seiner Erbtante beauftragte Randolf K. noch darüber nachdenkt, wie er den Familienroman beginnen soll, steckt er schon mittendrin. Im Zentrum einer verschachtelten, in mehrere Handlungsstränge geschriebenen Geschichte aber steht eigentlich ein anderer: Der Zugschaffner Vicovic findet direkt am Anfang des Buches von Ingomar Kieseritzky die Leiche des besagten Randolf sowie eine Sammlung beschriebenen Papiers. Schon ist der Faden (bewusst) aufgegeben worden, an dem sich Kieseritzkys Story entlang manövriert. Denn Vicovic beginnt nun seinerseits damit, literarische Aufzeichnungen zu machen.

Schwierigkeiten mit der Technik des Schreibens – für Randolf sind sie nicht unlösbar. Denn Tante Milly, die er neuerdings Vanessa nennen muss, besitzt eine Handbibliothek mit praxisorientierten Büchern, die Randolf benutzen darf. „Danach folgten Titel aus der wohl bewährten Praxis der Kompositionstechnik, nämlich das Handbuch des Autors oder Wie man über den Anfang hinauskommt. Dagegen lehnte sich müde Die Kunst des Schreibens von einem gewissen McPuffin jun. Stolz und isoliert ragte ein senfgelber, feister Band mit dem Titel Die Knopflösungsmethode Hagauers, angewendet auf Romananfänge.“ So gerüstet schreibt Randolf ein Manuskript, das einhundert Jahre - von 1830 bis 1930 - Familiengeschichte behandelt und mit dem Schachmeister Lionel K. aus Dorpat beginnt.

Aber was heißt schon beginnt. Kieseritzky tobt sich als Meister der Fabulierkunst genüsslich in kleinen und kleinsten Anekdoten und historischen Betrachtungen aus. Seine Vorliebe für selten benutzte Fremdwörter kommt dabei keineswegs zu kurz: Stamopramen, Rubrum, Arrendatoren. „Da kann man nichts machen“ zählt zu Kieseritzkys schwächeren Büchern, was sich im Titel andeutet. Es ist eine Platitude, eine sinnleere Phrase, die weder hilfreich ist noch neugierig macht. Ebenfalls nicht ganz überzeugend wirkt die Figur Landau, der als eine Art Zukunftseher den recherchierenden Randolf begleitet. Da gerät die Geschichte in eine mystische Dimension, die nicht so recht zum Roman zu passen scheint. Daneben glänzt der Autor aber immer wieder mit skurrilen Einfällen und einem Humor, der so nebensächlich und getarnt daher kommt, wie es kaum ein anderer deutschsprachiger Schriftsteller versteht.

 






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