Alex von Elverfeldt

Die Liebe in den Jahren der Zwangsarbeit

Roman. Book on Demand, 167 Seiten. 13.00 EUR . ISBN: 3833401729

Alex  von Elverfeldt: Die Liebe in den Jahren der Zwangsarbeit

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Ich habe mich einige Wochen lang gescheut das Buch von Alex von Elverfeldt „Die Liebe in den Jahren der Zwangsarbeit" zur Hand zu nehmen. Zu sehr erinnerte mich der Titel an das Buch „Die Liebe in den Zeiten der Cholera" des nobelpreisgekrönten Literaten Gabriel Garcia Marquez, das von einer Liebe erzählt, die in die Jahre gekommen ist und in der lateinamerikanischen Gesellschaft nicht gerade auf Fürsprecher trifft. Einen Abklatsch wollte ich nicht lesen - und eine reine Liebesgeschichte, nein, das war nicht gerade das Genre, das mir als Leserin vorschwebte.
Irgendwann aber nahm ich das Buch doch zur Hand, die Neugier hatte gesiegt. Binnen einer Nacht habe ich dann die 167 Seiten gelesen - und es nicht bereut.
„Die Liebe in den Jahren der Zwangsarbeit" ist keine Aufarbeitung des Zwangsarbeiterschicksals im Sauerland schlechthin. Nein, das darf man von diesem Buch nicht erwarten - auch wenn es in die Anfang des 21. Jahrhunderts auch in dieser ländlich geprägten Region aufgebrochene Diskussion um Entschädigungszahlungen gepasst hätte. Das Buch von Alex von Elverfeldt stellt den einzelnen Menschen und sein Schicksal in den Mittelpunkt des Erzählens. Es ist eine Art Lebenserinnerung, wenn auch wohl nicht alle Personen, Orte und Handlungen authentisch sind.
Der Autore Alex von Elverfeldt wurde 1929 auf Gut Canstein bei Marsberg als älteste von sieben Kindern geboren. In seiner Kinder- und Jugendzeit hatte er enge Kontakte mit der Kinderschar der Gutsarbeiter und Angestellten seines Vaters. Sie sind seine Spielkameraden.
In seinem Buch gibt es den Jungen Axel, der genau diese Position vertritt. Und dann gibt es natürlich noch die Hauptfiguren, denn Axel selbst ist zwar sehr verliebt, befindet sich aber am Ende des Zweiten Weltkrieges - der Zeitraum, in dem der Roman spielt - noch an der Schwelle von Kind- zum Erwachsenensein. So beobachtet er vor allen Dingen die beiden Liebespaare, um die es in dem Buch geht: Ludwig, Zwangsarbeiter aus Serbien, und Mariechen aus Dortmund sowie der deutsche Offizier Hans Bieker und Milada, Bauernmädchen aus Böhmen.
Es sind Geschichten, die sich so ähnlich auf dem Gut Canstein abgespielt haben. Strengstens verbotene Liebesbeziehungen zwischen Ostarbeitern und Deutschen, teilweise wurde sie sogar mit dem Tode bestraft. Auch Kinder aus solchen Beziehungen hatten es nicht leicht. Wenn eine „arische" Abstammung nachgewiesen werden konnte, dann wurden die Kinder in Heimen untergebracht, zur Adoption freigegeben. Viele Kinder aus solchen Beziehungen aber starben in Sonderlagern. Man ließ sie einfach verhungern.
Auch in „Die Liebe in den Jahren der Zwangsarbeit" sind zwei Kinder die Frucht der Liebesbeziehungen. Ihre Geschichte hört mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges aber nicht auf. Immer wieder holt der Autor die Geschichten zurück, beleuchtet Ereignisse aus dem Jahren 1968, 1973 und 2001, lässt Vergangenheit und Gegenwart zusammenkommen.
Das Buch ist im Selbstverlag bei Book on Demand (BoD) unter der ISBN-Nummer 3833401729 erschienen. Die Umschlagszeichung stammt von der Künstlerin Bettina Hegener aus Eslohe-Wenholthausen.

Von Martina Meier






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