John von Düffel

rinderwahnsinn

Undefined. Merlin, 96 Seiten. ISBN: 3-926-11284-0

John  von Düffel: rinderwahnsinn

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John von Düffel (Jahrgang 1966) wurde mit seinem Erfolgsroman "Vom Wasser" richtig bekannt. Doch der Dramaturg und Theaterautor machte bereits mit seinen zahlreichen Stücken von sich reden - "Rinderwahnsinn" etwa gehörte 1999 zu den meistgespielten deutschsprachigen Stücken der Gegenwartsliteratur.
Die Komödie treibt eine klassische Familienkonstellation auf die Spitze. Der Sohn, namens Faustersterteil, ist böse, und zwar bewußt böse. Er will seinen Vater, ein überzeugter Alt-68er-Softie im Wollpullover, ermorden. Doch die Autorität des Vaters ist zu groß, der Sohn scheitert an dem Projekt "Vatermord". Die Tochter Hänselundgretel, ein naives, liebenswertes Mädchen, liebt Männerbäuche über alles und ist mit nichts anderem beschäftigt, als ihren Vater zu füttern, damit diesem ein Bauch gedeihe. Die Mutter, namens Muttermeinhof, ein Relikt der Roten Armee Fraktion, wartet auf einen Gewährsmann, der ihr neue Anweisungen bringen soll. Plötzlich steht der Vetterausdingsda vor der Tür, von dem sie vermutet, es sei der Langersehnte. Doch aus dem konspirativen Gespräch wird nichts, denn der gemütliche Ossi erzählt vom Leben auf dem Lande, was Muttermeinhof partout nicht zu entschlüsseln vermag. Eigentlich muss der Vetterausdingsda nur aufs Klo, aber da er einen ansehnlichen Bauch hat, verliebt sich Hänselundgretel in ihn.

John von Düffels schräge Farce hat auch in Buchform einen hohen Unterhaltungswert. Er konfrontiert die eindimensionalen Ideologien seiner Elterngeneration mit der Ideologiefreiheit ihrer Kinder, denen Sex wichtiger ist als die Revolution, die sich zwar mit ihren Eltern auseinandersetzen, aber diese nicht zu überwinden schaffen. Der Vatermord gelingt nicht, weil der Sohn zu feige ist. Faustersterteil fragt seinen Vater: "Woher nimmst du die Kraft,... woher die geistige Gewalt, das Chaos des Lebens so zu vereinfachen?" Trotz der programmatischen Namen, trotz der Auseinandersetzungen mit ideologischem Ballast: John von Düffel kalauert lieber à la Monty Python als dass er in Nachdenklichkeit verfällt: Das ideologische Erbe der finsteren siebziger Jahre fällt Kalauern zum Opfer. Das ist eine der künstlerischen Leistungen der Spass-Generation. Matthias Kehle
 






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