George Gaylord Simpson

The Dechronization of Sam Magruder

SF. St. Martin's Griffin, New York. ISBN: 0-312-15514-X

George Gaylord  Simpson: The Dechronization of Sam Magruder

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Mit einem Vorwort von Arthur C. Clarke und einem Nachwort von Stephen Jay Gould

Jeder, der sich für Paläontologie interessiert, hat wahrscheinlich schon einmal davon geträumt, wie es wäre, in frühere Epochen der Erdgeschichte zu reisen. Z. B. in das frühe Tertiär, als Europa noch in tropischen Breiten lag und die heutige Grube Messel ein langsam verlandender See war, wie es Bernhard Kegel in seinem Roman Das Ölschieferskelett beschrieben hat. Oder aber in eine noch frühere Zeit, als Dinosaurier die beherrschenden Landtiere waren - wäre das nicht faszinierend? So viele Fragen, die heute die hitzigsten Diskussionen unter den Experten anheizen, könnten dadurch beantwortet werden, vorausgesetzt, man fände einen Weg, auf der Zeitlinie in beide Richtungen zu reisen.

Der Wissenschaftler Sam Magruder hat im 22. Jahrhundert eine Möglichkeit gefunden, in der Zeit zu reisen, allerdings eine ziemlich unsichere: Die einzige Richtung, die ihm offen steht, ist die Vergangenheit, er weiß jedoch weder, wo genau er ankommen wird noch gibt es eine Rückfahrkarte. Ist der Zeitsprung einmal vollzogen, ist er für den Rest seines Lebens dort gestrandet. Trotzdem ist die Versuchung groß, und er wagt das Experiment und landet schließlich in der späten Kreidezeit, rund 80 Millionen Jahre vor unserer Zeitrechnung, mitten unter Dinosauriern... Die Geschichte gibt seine in Stein gemeißelten Aufzeichnungen wieder, die Geologen im 22. Jahrhundert ausgegraben haben.

George Gaylord Simpson, der 1984 verstarb, ist der wohl weltweit anerkannteste Paläontologe des 20. Jahrhunderts. Das Manuskript von "The Dechronization of Sam Magruder" wurde von seiner Tochter Joan Simpson Burns in seinem Nachlass entdeckt und veröffentlicht. Warum er dieses Kleinod selbst der Veröffentlichung nicht für würdig befand, ist unbekannt. Zum richtigen Verständnis dieses Romans, der eigentlich eher eine etwas zu lang geratene Kurzgeschichte ist, sollte man jedoch unbedingt sowohl das Vorwort als auch das Nachwort lesen, die die Beschreibungen der Dinosaurier, die Simpson dem Leser liefert, vor den richtigen Hintergrund stellen bzw. in den Rahmen der Zeit, als dieses Manuskript offensichtlich verfasst wurde. Außerdem gibt Stephen Jay Gould in seinem Nachwort einige Hinweise darauf, dass die Figur des Sam Magruder autobiographische Züge trägt. Simpson war in seinen Ansichten sehr konservativ; die von John Ostrom und Robert Bakker initiierte sog. "Renaissance der Dinosaurier" in den späten sechziger und frühen siebziger Jahren, die diese Tiere als warmblütig und agil darstellt, fand niemals seine Zustimmung. So sind die Dinosaurier, die Sam Magruder begegnen, kaltblütige, langsame Reptilien, wie es lange Zeit der Schulmeinung entsprach. Trotzdem handelt es sich um ein äußerst lesenswertes Buch, das aufgrund seines brillanten Erzählstils und seiner Sprache besticht und eine Bereicherung jeder Büchersammlung ist, die diesen Themenkreis umfasst.

Monika Hübner






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