Robert J. Sawyer

Illegal Alien

SF. Ace Books, New York. ISBN: 0-441-00592-6

Robert J.  Sawyer: Illegal Alien

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Ein fremdes Raumschiff strandet im Sonnensystem und beschert der Menschheit den ersten Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation: Die Tosoks kommen von Alpha Centauri, dem nächsten Stern zu unserer Sonne, der nur etwas mehr als vier Lichtjahre entfernt ist. Von den acht Astronauten kam einer bei einem tragischen Unfall ums Leben, als er versuchte, die Schäden zu reparieren, die das Raumschiff bei der Durchquerung des Kuiper Belts, eines Asteroidengürtels am Rande des Sonnensystems, erlitten hatte. Die restlichen sieben Tosoks werden auf der Erde mit offenen Armen empfangen. Voraussichtlich müssen sie ca. zwei Jahre dort verbringen, bis die Ersatzteile fertiggestellt sind, die sie für den Start brauchen. Die Fremden sind ein Medienereignis, und niemand fragt genauer nach, was sie ins Sonnensystem geführt hat; man geht ganz selbstverständlich davon aus, dass sie Forscher sein müssen, die Kontakt mit anderen Zivilisationen suchen. Zwischen Cletus Calhoun, dem Moderator einer bekannten populärwissenschaftlichen Fernsehsendung über Astronomie und Hask, einem der Tosoks, entwickelt sich eine enge Freundschaft, und die beiden verbringen viel Zeit miteinander. Umso schockierter ist die Öffentlichkeit, als Calhoun in seinem Quartier ermordet aufgefunden wird und der Verdacht auf Hask fällt...

Illegal Alien ist eine gelungene Mischung aus Kriminalroman und Science Fiction. Die Idee eines außerirdischen Angeklagten in einem irdischen Gerichtssaal hat einen besonderen Reiz und ist in dieser Form wohl noch nicht sehr oft behandelt worden. Nichts ist hier wie bei John Grisham, es gibt keinen dynamischen, jungen Anwalt, der seine Karriere durch einen spektakulären Fall festigen muss. Hasks Verteidiger ist vielmehr ein nicht mehr ganz junger Afroamerikaner, der dazu prädestiniert erscheint, jemanden zu verteidigen, der einer ganz besonderen ethnischen Minderheit angehört. Sawyer hält sich auch nicht lange damit auf, den Leser mit endlosen Vorbereitungen auf den Prozess zu langweilen, sondern widmet den größten Teil der Geschichte dem Geschehen im Gerichtssaal und den Ermittlungen, die nach und nach immer mehr über die Natur und Herkunft der Tosoks ans Licht bringen.

Die Beschreibungen des Alpha Centauri-Systems sind anschaulich, und am Ende gewinnt man zunehmend den Eindruck, dass auch eine technisch weit fortgeschrittene Zivilisation sich in ihren Grundzügen nicht zwingend sehr stark von der Menschheit unterscheiden muss. Das Weltbild der Tosoks geriet ins Wanken, als sie entdeckten, dass es so etwas wie Evolution gibt und sie daher nicht die Ebenbilder ihres allmächtigen Gottes sein können, wie sie immer geglaubt hatten. Ohne moralisierend zu wirken, hält Sawyer den Menschen einen Spiegel vor und zeigt, welch groteske Auswüchse der Glaube unter Umständen zeitigen kann, obwohl er die Religion als ein universelles Phänomen darstellt. Illegal Alien ist kein Buch, das Geschichte machen wird, aber es ist eine äußerst vergnügliche Lektüre für eine breite Leserschaft.

Monika Hübner






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