Robert J. Sawyer

Factoring Humanity

SF. Tor, New York. ISBN: 0-812-57129-0

Robert J.  Sawyer: Factoring Humanity

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Seit dem Jahr 2007 werden auf der Erde Radiosignale von Alpha Centauri empfangen. Zehn Jahre später, 2017, herrscht plötzlich Stille. Was ist geschehen? Haben die "Centauren" sich selbst vernichtet? Bisher ist es niemandem gelungen, die Signale zu entschlüsseln, man wusste nicht, wo man ansetzen sollte. An der Universität von Toronto ist die Psychologieprofessorin Heather Davis überzeugt, dass die Nachricht nun komplett sei und sieht zum erstenmal seit Beginn der Transmissionen die Chance, den Schlüssel zu finden. Es gelingt ihr, alle Einzelnachrichten zu ordnen und mit Hilfe eines Kollegen aus der Materialforschung einen Hyperkubus zu bauen, der ihr Zugang zu einer vierten Dimension verschafft, die zu ihrem großen Erstaunen nicht die Zeit ist.

Dies ist der rote Faden, der sich durch Factoring Humanity zieht. Das Buch ist jedoch wesentlich komplexer und lässt sich nicht auf den Nenner "erster Kontakt mit einer außerirdischen Rasse" reduzieren. Einmal mehr ist es Robert Sawyer gelungen, dreidimensionale, glaubhafte Charaktere zu schaffen, die dem Leser in Erinnerung bleiben. Zu Beginn des Romans nimmt der Autor sich die Zeit, uns sorgfältig in die Welt von Heather Davis einzuführen, die getrennt lebt von ihrem Mann Kyle Graves, der ebenfalls an der Universität von Toronto tätig ist und auf dem Gebiet der Quantencomputer forscht. Gerade hat ihre gemeinsame Tochter Rebecca eine ungeheuerliche Anklage ausgesprochen: Kyle soll sie und ihre ältere Schwester Mary während ihrer Kindheit sexuell belästigt haben, was letztendlich zum Selbstmord von Mary führte.

Was zunächst ganz ähnlich beginnt wie Carl Sagans Contact, entwickelt sich sehr bald in eine völlig andere Richtung. Im Gegensatz zu Contact wird in Factoring Humanity der erste Kontakt mit Außerirdischen von einer sehr menschlichen Perspektive aus geschildert, wobei die Wissenschaft jedoch keineswegs zu kurz kommt. Die Figur der Heather Davis ist dabei wesentlich facettenreicher als die bisweilen etwas stereotyp wirkende Eleanor Arroway aus Contact. Ebenso wichtig sind Überlegungen zur künstlichen Intelligenz und zu psychologischen Fragen: Kann es so etwas wie falsche Erinnerungen geben, die wir als real empfinden, obwohl die zugehörigen Ereignisse niemals stattgefunden haben?

Factoring Humanity ist vielleicht nicht ganz so komplex wie Frameshift, aber Sawyers Erzähltalent und Phantasie lassen eine Welt vor unseren Augen erstehen, die zugleich sehr real und irreal erscheint. Es ist eines jener seltenen Bücher, bei denen man danach fiebert, endlich das Ende zu erfahren und sich andererseits wünscht, die Geschichte möge noch weitergehen. Robert Sawyer gelingt es wie nur wenigen Autoren, Wissenschaft und Romanhandlung so miteinander zu verweben, dass die Übergänge fließend sind und man als Leser das eine wie das andere gleichermaßen genießt.

Fazit: Eines jener außergewöhnlichen Bücher, von denen man gern mehr in seinem Bücherschrank hätte.

Monika Hübner






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