Elisabeth Reichart

Das vergessene Lächeln der Amaterasu

Roman. Aufbau Verlag, ISBN: 3-351-02851-2

Elisabeth  Reichart: Das vergessene Lächeln der Amaterasu

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In dem Roman "Das vergessene Lächeln der Amaterasu" erzählt Elisabeth Reichart von der Wiener Malerin Alwina, die ihrem Geliebten Ichiro nach Japan folgt, als dieser Konzertangebote bekommt. Das Sehnsuchtsland Japan zeigt allerdings bald jene Seite, wo zwischen den Kulturen eine scharfe Grenze gezogen ist: Für die Familie Ichiros ist sie eine Fremde, eine Gaijin, die alles falsch macht, und auch Ichiro verändert sich, ist wieder der Erstgeborene, der Japaner, der die Erwartungen, welche die Umgebung an Alwina stellt, als seine eigenen wiedererkennt. Der erste Teil des Romans, "Wilde Orangen", vermag diese Situation, das Aufeinanderprallen der Kulturen in oft berührenden Bildern zu schildern: "Ihr weiß geschminktes Gesicht war zu sehen, und jetzt eine Hand, die aus dem Kimonoärmel hervorkam, die Alwina mit einer eleganten Geste aufforderte, Platz zu nehmen ihr gegenüber. So nah vor dem weiß geschminkten Gesicht, wirkte es wie eine Maske. Die Augenbrauen abrasiert und durch schwarze Linien ersetzt, die Lippen schwarz geschminkt, selbst die Zähne hatte die Frau geschwärzt. Das alte Japan, dachte Alwina, die inzwischen die Hebamme erkannte hatte. Sie fand diese Aufmachung ekelhaft, rettete sich ein eine tiefe Verbeugung, bis sie ihr Gesicht wieder unter Kontrolle hatte." Im zweiten Teil des Romans "Die Frau, der Mann", Alwina ist inzwischen mit Ichiro verheiratet, trifft sie auf den schwerreichen Nagoya, um über Vermittlung Ichiros Fresken für ihn zu malen. Die Bilder dieses Teils des Romans sind allerdings weit weniger gelungen, sind oft pathetisch und scheinen einem James Bond-Film entnommen zu sein. Nagoya, ein Österreicher, der sich von einem plastischen Chirurgen zum Japaner umoperieren lässt, nur noch an seinem europäischen Schweißgeruch als solcher zu erkennen ist und demnach eine "Kleiderallergie" simuliert, um das Haus nicht verlassen zu müssen, baut, um einen Teil der Bevölkerung des versinkenden Japan zu retten, im Meer das riesige "Pazifis". Bald stellt sich heraus, dass Nagoya Alwina bereits in Wien von Ichiro hatte beobachten lassen. Die Fresken sind ein Vorwand, um sie in seine Gewalt zu bringen. Sie soll ihm beim Seppuku, dem rituellen Selbstmord durch Aufschlitzen des Bauches als Kaishaku, also als jener Helfer, der den Selbstmörder enthauptet, um den Todeskampf zu verkürzen, zur Seite stehen. Das scheint doch mehr als nur ein wenig konstruiert. Auch als Bild kann es nicht funktionieren.

Zwei gänzlich verschiedene literarische Ansätze hat der Roman "Das vergessene Lächeln der Amaterasu" also. Wobei nur der erste wirklich gefallen kann.

Mike Markart






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