Joseph O'Connor

Inishowen Blues

Roman. S. Fischer Verlag, 477 Seiten. 20.40 EUR . ISBN: 3-100-54010-7

Joseph  O'Connor: Inishowen Blues

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„Der Gitarrist hieß Rory Gallagher und er kam aus Ballyshannon (...). Die Touristen sahen einander mit missbilligendem Stirnrunzeln an. JEDEN ABEND VOLKSMUSIK. Das stand auf dem Schild im Fenster. Aber das hier war eindeutig keine Volksmusik. Jedenfalls nicht in Donegal.“

Was Joseph O‘Connor mit „Inishowen Blues“ vorlegt, ist ebenfalls weit von Folklore entfernt. Die aktuelle Schriftstellergeneration Irlands lässt sich nicht mehr vor den verklärten Trinker-Karren spannen. Auch in Dublin gibt es Junkies und Gewalt, ja sogar Sex lässt sich in der katholischen Republik nicht totschweigen.

Eine der interessantesten Stimmen dieser Generation ist die von Joseph O’Connor. Seit seinem vielbeachteten Erstling „Cowboy und Indianer“ ist O‘Connor reifer geworden. In „Der Verkäufer“ aus dem vergangenen Jahr legt O‘Connor eine solche sprachliche wie psychologische Brillanz an den Tag, dass meine Erwartungen an sein neuestes Werk entsprechend hoch waren - und sie sollten noch übertroffen werden.

Da ist Ellen Donelly, die Ehefrau eines New Yorker Schönheitschirurgen. Sie ist aus dem ehelichen Alltag ausgebrochen, um in Irland nach ihrer leiblichen Mutter zu suchen, die sie 1948 in Inishowen ausgesetzt hat. Ellen bleibt nicht viel Zeit, denn sie hat Krebs und nur noch ein halbes Jahr zu leben.

Da ist Martin Aitken, der Dubliner Polizist, den der Unfalltod seines Sohnes aus dem Gleichgewicht geworfen und in den Alkoholismus getrieben hat, und der sich ein paar sehr einflussreiche Feinde gemacht hat.

O‘Connor bringt diese beiden - auf den ersten Blick so unterschiedlichen - Menschen zusammen, lässt sie die gemeinsame Fahrt antreten von Dublin nach Inishowen. Eine Fahrt über inner-irische Grenzen, eine Reise zu den Wurzeln Ellens und dem Grab von Martins Sohn. Die Konstellation birgt eine Menge trivialer Untiefen, die O‘Connor gekonnt zu umschiffen weiß. Der Roman rührt zu Tränen, ohne pathetisch zu werden und geizt weder mit echter Spannung noch exzellentem Humor.

Joseph O‘Connor schlägt mit diesem Roman die Brücke von der großen irischen Erzähltradition zu Amerikanern wie John Irving oder Matt Ruff






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