Ian McEwan

Amsterdam

Bestseller. Diogenes, x. ISBN: 3-257-06220-6

Ian  McEwan: Amsterdam

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Clive Linley ist ein bekannter, gefeierter Komponist, der gerade mit dem Auftrag, eine Millenium-Symphonie zu komponieren, beschäftigt ist; Vernon Halliday ist Chefredakteur beim Judge, einer Zeitung am absteigenden Ast.

Beiden gemeinsam ist eine sehr alte Freundschaft - und Molly Lane, auf deren Beerdigung sie sich treffen. Auch ein anderer Liebhaber Mollys ist dort anzutreffen: Julian Garmony, Außenminister und heißer Tip für den künftigen Premierminister.

Kurz nach diesem Treffen werden Vernon Fotos von Julian zugespielt - Fotos, die ziemlich sicher dessen politische Karriere endgültig zerstören. Beinahe eine moralische Pflicht, diese Fotos gegen Julian zu verwenden, da dieser politisch streng rechts angesiedelt ist. Auf Clives entsetzte Reaktion, damit zutiefst unmoralisch zu handeln, reagiert Vernon nur mit Wut und Ärger.

Clive fährt nach dem Streit in die Berge. Er hat ohnehin einen Kreativitätsstop und hofft dies in den Bergen beenden zu können. Und wirklich - nach ein paar Stunden fühlt er die richtige Melodie in sich. Nur jetzt schnell aufschreiben, damit sie nicht wieder verloren ist! Gerade in diesem Moment sieht er eine Frau auf dem Wanderweg, die offensichtlich in heftigem Streit mit einem Mann da steht. Soll Clive eingreifen? Und damit vielleicht sein Meisterwerk, seine Symphonie zerstören? Ein Streit zwischen Liebenden, befindet er kurzerhand, und kehrt um.

Als er Vernon diese Episode erzählt, reagiert dieser nicht gleich. Doch später am Tag fällt ihm ein, daß genau an besagtem Tag ein Vergewaltiger in den Bergen unterwegs war. Er findet, es wäre Clives moralische Pflicht, nun zumindest der Polizei zu helfen...

Wo sind die Grenzen einer Freundschaft? Wo ziehen wir die Grenze zwischen moralisch und unmoralisch, richtig und falsch? Große Fragen.

Und in diesem Buch sehr glaubhaft und realistisch dargestellt. Die Verdrängung, die wohl jeder schon erlebt hat, die Versuche, das eigene Handeln, das man im Hinterkopf durchaus als falsch erkennt, vor sich selbst zu rechtfertigen - und zwar um Gottes Willen nicht damit, daß es einem selbst Profit verspricht - kennt wohl jeder in irgendeiner Form.

Und das alles auch noch meisterhaft geschrieben! Den Booker-Preis hat Ian McEwan dafür bestimmt nicht umsonst erhalten - auch wenn gemunkelt wird, daß er ihn für Liebeswahn mehr verdient hätte.

Daniela Ecker -die-Leselust.de-






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