Jack McDevitt

Gottes Maschinen

SF. Bastei Lübbe, ISBN: 3-404-24208-4

Jack  McDevitt: Gottes Maschinen

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Laut Verlag handelt es sich um einen "archäologischen Science-Fiction Roman" von dem Phillip K. Dick-Award-Preisträgers Jack Mc Devitt. Die Handlung wäre damit auch schon mal sehr grob umrissen, allerdings geht es etwas umfangreicher und handlungsvoller zu Werke, als es dieser Halbsatz aussagt. Es dreht sich nämlich in der Hauptsache um ein Team von Archäologen, die auf einer Welt namens Quraqua die Überreste einer untergegangenen Zivilisation erforschen. Leider soll diese Welt möglichst schnell terraformt werden, denn die Erde befindet sich aufgrund der anhaltenden Umweltzerstörung am Rand des totalen ökologischen Zusammenbruchs. So müssen die Archäologen im Wettlauf gegen die Terraformer enträtseln, wieso es zu einem zweimaligen Zusammenbruch der Zivilisation kam, wieso auf dem Mond dieses Planeten eine Attrappenstadt gebaut wurde, und vor allem: von wem, denn die Einheimischen haben nie Raumfahrttechnologie entwickelt. Außerdem scheint es eine Verbindung zu geben zu einer mysteriösen raumfahrenden Rasse, die vor Jahrtausenden in vielen Sonnensystemen, unter anderem auch in unserem, Monumente erbauten; Statuen von sich. Unter Einsatz ihres Lebens gelingt es ihnen, soviele Artefakte wie möglich zu retten, daraus ergeben sich zwar einige Antworten, aber auch viele neue Fragen. So entdecken sie zwar die Heimatwelt der Monumenterbauer, doch auch sie scheinen ausgelöscht zu sein, so wie alle bekannten Kulturen anscheinend einem 8000-jährigen Zyklus unterworfen sind, an dessen Ende die urplötzliche Auslöschung der Zivilisation steht und der Rückfall in die Barbarei. Wenn diese Hypothese stimmt, dann steht der Menschheit ebenfalls ein jüngstes Gericht unmittelbar bevor.
Anmerkung: Zweifellos ein interessantes, weil mehrschichtiges Buch. Um diese Aussage näher zu erläutern, sollte ich vielleicht mal sagen, was ich mit mehrschichtig meine: Man kann ein Buch immer unter zwei Hauptaspekten beurteilen: Einmal die reine Fiktion, d.h. die Art der Idee - damit meine ich besonders einfallsreich kostruierte Wendungen der Handlung oder bemerkenswerte, originelle Universen, Technologien oder auch Gesellschaftsformen. Der zweite Punkt ist die Intention oder auf gut Neudeutsch die "Message", also die berühmte Frage: Was will uns der Autor damit eigentlich sagen?
Zur fiktiven Ebene kann ich nur sagen, daß sie hervorragend gestaltet ist. McDevitt bringt einige, meiner Ansicht nach originelle Elemente in das ohnehin extrem weit gefaßte Genre. Bei der Intention hakt es allerdings etwas: Ich kann mir zwar denken, daß hier ein Plädoyer gegen die rücksichtslose Ausbeutung der Erde und die Kurzsichtigkeit der Menschen gehalten wird, die nur an Symptomen herumdoktern, anstatt sich den Ursachen unserer ökonomischen und sozialen Problemen zu widmen, nur bleibt hier vieles im Ansatz stecken, weil die vielgescholtenen rhetorischen Mittel nicht konsequent eingesetzt wurden, bzw. in der Übersetzung wohl teilweise über den Jordan gingen.

(Christian Plötz)






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