x Literaturmagazin 37

Pop - Technik - Poesie

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x  Literaturmagazin 37: Pop - Technik - Poesie

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Das Literaturmagazin 37 aus dem Hause Rowohlt trägt den Titel "Pop Technik Poesie - Die nächste Generation" und liefert einen recht repräsentativen Querschnitt durch die junge deutsche Gegenwartsliteratur, soweit dies überhaupt möglich ist. Die Qualität der Beiträge schwankt dabei beträchtlich. Eine kleine, äußerst subjektive Auswahl möchte ich hier vorstellen:

Von Gero Günther kommt ein kluges Essay über Popliteratur und eine dumme, sprachlich arme Aussteiger-Story. Norman Ohler liefert mit "Frequenzen" ein atemberaubendes Stück Großstadtprosa, das vor Spannung förmlich flimmert. Andreas Neumeister ist mit seinem "Reichspartygelände" dabei, das bekanntlich vor einigen Jahren bei der Klagenfurter Altherren-Jury des Bachmann-Preises gnadenlos durchfiel, was aber nicht unbedingt gegen die Qualität des Textes spricht. Ein gewohnt kryptisches Essay auf SPEX-Niveau über das Phänomen Pop steuert Diedrich Diederichsen bei, wobei die Anzahl der Fußnoten und Einklammerungen für D'sche Verhältnisse erstaunlich gering bleiben.

Von den Lyrikbeiträgen sind vor allem zwei hervorzuheben: Zum ersten der große, von mir vereehrte Albert Ostermaier mit einigen bittersüßen Kleinodien, und zum zweiten Franzobel, der computergenerierte und -verfremdete Texte als Ausgangspunkt für seine rätselhaften "Sonette" benutzt.

Von Thomas Meinecke kommt eine typische Thomas-Meinecke-Story: gepflegtes Namedropping in kunstvoll verschachtelten Sätzen. Zwei äußerst amüsante, subversive Geschichten zum deutschen Literaturbetrieb steuern Radek Knapp und Claudius Seidl bei, wobei letztere ein wenig hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt und überdies von Maxim Biller geklaut, Verzeihung: inspiriert ist.

Helmut Kraussers Beiträge beschränken sich auf einige schlampige Prosaskizzen, nach deren Lektüre ich ernsthaft erwogen habe, den Autor aus meiner "Namen-die-man-sich-merken-muß"-Liste zu streichen. Es ist und bleibt unbegreiflich, daß ein Sprachgenie wie Krausser sich derart wegwirft!

Den Schluß des Buches bildet ein authentischer und recht amüsanter Briefwechsel zwischen Ulrich Holbein und einem gewissen Wolfgang Treher, Psychiater und Neurologe, zum Thema Anthroposophie, der allmählich zu einem verbalen Schlagabtausch eskaliert und dem Leser die interessante Erkenntnis beschert, daß selbst der gebildete Akademiker zum Zwecke der gepflegten Beschimpfung gern auf den mannigfaltigen Fundus des deutschen Fäkalwortschatzes zurückgreift.

Wer sich also für junge deutsche Literatur interessiert und dabei bereit ist, ein partielles Scheitern in Kauf zu nehmen, dem sei die Lektüre dieses Buches wärmstens empfohlen.

(Rowohlt Literaturmagazin 37: Pop Technik Poesie - Die nächste Generation / ISBN 3 498 03893 1 / ISSN 0934 6503 / DM 18,-)

(Torsten Schneider)






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