Benjamin Lebert

Crazy

Roman; Bestseller. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln. ISBN: 3-462-02818-9

Benjamin  Lebert: Crazy

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Innerhalb weniger Wochen erlebte der jüngste Autor der deutschen Verlagsgeschichte, der 16jährige Benjamin Lebert, wie sein Debutroman "Crazy" die vierte Auflage erreichte. Ein neues Kultbuch für Kids? Keinesfalls; der Rummel um den autobiografischen Roman ist stark übertrieben.

Der körperbehinderte Bennie kommt ins Internat Neuseelen, weil er ein entsetzlich schlechter Schüler ist. Der coole Junge findet schnell Anschluß an eine Clique, die allerhand Schabernack treibt. Allein die Figuren - der schweigsame Troy oder der dicke und der dünne Felix -, erinnern an die kleinen Strolche. Die Clique streunt herum, die sechs Jungs behelligen gemeinsam eine Sexualtherapeutin im Dorf, sie rauchen, trinken und besuchen nachts heimlich den Mädchentrakt. Der hübsche Bennie verliert im Vollrausch seine Jungfräulichkeit und kotzt sich hinterher die Seele aus dem Leib. Das ganze ist flott erzählt und klingt authentisch, vor allem wenn Benjamin Lebert das triste Internatsdasein schildert. Einige frühreife und ausgefeilte Formulierungen, die so gar nicht in die einfache Erzählweise des Jungen passen, machen allerdings schon bald die Lektorin verdächtig, zu sehr eingegriffen zu haben.

Als die Jungs schließlich für einen Tag nach München abhauen und von einem sonderbaren und weisen Alten aufgegabelt werden, der sie in die Striptease-Bar eines guten Freundes bringt und gehörig abfüllt, wird das Ganze unglaubwürdig. Die Story ist zu sehr auf Roadmovie getrimmt und an Vorbilder wie Salinger und Hesse angelehnt. Die Dialoge der Jungs drehen sich fast ausschließlich um den Sinn des Lebens und die Erlangung von Weisheit. "Die Welt ist crazy und schön. Und man sollte jede Sekunde ausnützen" - das klingt doch sehr nach zielgruppenorientiertem pädagogischen Konzept. Janosch, der Anführer der Jungs, gibt u.a. folgendes von sich: "Ein Jugendlicher hat erst Angst vor dem Tod, wenn er kein Jugendlicher mehr ist. Vorher muß er einfach leben. Da denkt er nicht an den Tod."

Benjamin Lebert schildert wurderbare Details aus dem Internatsalltag, er kann beobachten und auf schlichte und naive Weise erzählen. Nur hätte seine Lektorin das platte Philosophieren sein lassen sollen. Und Sätze wie "Ja, die Schulzeit ist wirklich nicht einfach, glaube ich" entlocken selbst unterbelichteten Schülern allenfalls Heiterkeit. Matthias Kehle






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