Alan Isler

Goetzens Bilder

Roman. Berlin Verlag, ISBN: 3-8270-0221-4

Alan  Isler: Goetzens Bilder

Dieses Buch Freunden weiterempfehlen.

Dieses Buch kaufen bei Amazon.de

Buy Alan Isler: Goetzens Bilder at Amazon.com (USA)

Weitere Buchbesprechungen bei Amazon.de.

Aus d. Engl. v. Zerning, Heidi
ca. 270 S.
Gebunden
ISBN: 3-8270-0221-4
Berlin Verlag 1998

Wie andere Professoren durch ihren Intellekt, wird Nicholas Goetz, der 40jährige Literaturprofessor des Roman "Goetzens Bilder" durch seinen Unterleib bestimmt. In seinen Vorlesungen schielt er Studentinnen unter ihren Rock und lockt eine extrem gutaussehende Studentin unter dem Vorwand zu sich nach Hause, ihre schlechte Lyrik beurteilen zu wollen. Mit seiner verheirateten Nachbarin hat er eine heiße Liebesaffäre. Zum Universitätsbetrieb und den Studierenden pflegt er eine ironische Gehässigkeit. Als ihm ein älterer Student weismachen will, daß der Zauberer Merlin ein Jude war, wimmelt er ihn brüsk und genervt ab. Später stößt er dann selbst auf einen Kollegen, der Andeutungen in diese Richtung macht. Goetz gibt die obskure Theorie seines Studenten als die eigene aus und wird sogleich auch begeistert von seinem Kollegen nach Kalifornien zu einem Kongreß eingeladen. Doch vor den gestohlenen intellektuelle Erfolg hat das Schicksal ihm noch eine Dinner-Party gesetzt, auf der er der nymphomanische uralte deutsche Pofessorin Diotima von Hoden begegnet. Sie lockt ihn in ihr Hotelzimmer und verpaßt ihm für eine heiße Liebesnacht ein merkwürdiges Liebeselixier. Seine Professur hat sich Goetz erschwindelt. Seinem Bruder Markus hatte er jahrelang die Seminararbeiten ebenso geschrieben wie die Doktorarbeit. Als der Bruder eines Tages an einer Vitaminvergiftung stirbt, folgt Nicholas dem Ruf der New Yorker Universität, der eigentlich für seinen Bruder bestimmt war, indem er sich als sein Bruder ausgibt. Als sich Besuch aus England ankündigt, bemerkt Goetz entsetzt den Namen des Professors, bei dem sein Bruder promoviert hatte. Durch einen Zufall gerät Goetz nach London, wo er aus der Ferne bemerkt, daß seine falsche Existenz aufgeflogen ist und er nun endlich frei ist.

Alan Isler war selbst jahrelang Dozent mit dem Schwerpunkt Renaissanceliteratur. Im Jahre seiner Emeritierung 1995 veröffentlichte Isler seinen ersten Roman "Der Prinz der West End Avenue", in dem die grotesken Streitereien um eine Inszenierung des "Hamlet" durch Insassen eines jüdischen New Yorker Altersheimes beschrieben werden.Sein Roman "Goetzens Bilder" ist ein turbulenter Cocktail von überraschenden Wendungen, spritzigen Beschreibungen und einem bitteren Blick auf die scheinbar ehrenvolle Professorenexistenz. Nicholas Goetz ist eine Person auf der Suche nach Identität, der in einer falschen Existenz lebt, ein Professor, der den Intellekt mit dem Unterleib vertauscht hat. Isler beschreibt die obskuren Überraschungen und schicksalhaften Zufälle in Goetzens Leben mit faszinierender Leichtigkeit und ohne sexuellen Vulgarismus. Goetzen steht seinem eigenen Sexualtrieb vielmehr wie ein staunendes Kind gegenüber, das verwundert immer wieder in ungewöhnliche Situationen gerät.

"Goetzens Bilder" ist geistreich geschriebener Unterhaltungsroman, der sich den Traditionen der in den USA populären Campus-Romane verpflichtet fühlt und der hinter die Fassade eines nur scheinbar inellektuell-korrekten Professors blickt.

Christoph Steven






Bücher neu und gebraucht
bei amazon.de

Suchbegriff:


eBay


Bücher gebraucht oder neu bei booklooker.de
Autor:
Titel:
neu
gebraucht

Ihr Kauf bei unseren Shop-Partnern sichert das Bestehen dieses Angebotes.

Danke.


Weitere Rezensionen in der Kategorie: Roman  



Partner-Shop: Amazon.de

Goetzens Bilder Amazon.de-Shop
Alan Isler: Goetzens Bilder

Partner-Shop: Amazon.com (USA)

Buy Alan Isler: Goetzens Bilder at Amazon.com (USA)

carpe librum ist ein Projekt von carpe.com  und © by Sabine und Oliver Gassner, 1998ff.

Das © der Texte liegt bei den Rezensenten.   -   Wir vermitteln Texte in ihrem Auftrag.   -   librum @ carpe.com

Impressum  --  Internet-Programmierung: Martin Hönninger, Karlsruhe  --  19.06.2012