Harry Harrison

New York 1999

SF. Heyne, München. ISBN: 3-453-16170-X

Harry  Harrison: New York 1999

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Im New York des ausgehenden 20. Jahrhunderts drängen sich 35 Millionen Menschen auf engstem Raum, nicht wenige ohne ein Dach über dem Kopf. Wasser ist rationalisiert, Strom nur sporadisch vorhanden und als Hauptnahrungsmittel haben sich Kekse aus Plankton etabliert - um es kurz zu machen: die Gesellschaft steht kurz vor dem Kollaps. Harrisons Protagonist Andy Rusch kann sich dank seines Jobs bei der New Yorker Polizei zu den Glücklichen zählen, die ein einigermaßen menschenwürdiges Leben fristen. Um ihn herum versinkt die Stadt jedoch immer mehr ins Chaos, und als ob die damit verbundene Belastung nicht schon genug wäre, muss er nach seinen Doppelschichten auch noch den Mord an "Big Mike", einem stadtbekannten Kriminellen, klären. Bei seinen Nachforschungen ergibt sich schnell ein enger Kontakt zur Geliebten des Mordopfers, die sich von ihm das erste Mal als Mensch behandelt fühlt und Andy im Gegenzug die Annehmlichkeiten des Luxus demonstriert: Kaffee, Bier, Fleisch - Dinge, die er bisher nur vom Hörensagen kannte.
Der zweite Handlungsstrang beschäftigt sich mit den Erlebnissen des jugendlichen Täters Billy, der sich seit dem Zwischenfall mit Big Mike auf der Flucht vor der Polizei befindet, weder zu seiner Familie noch seinem gewohnten Umfeld zurück kann. Er verkörpert die unterste Schicht, ohne Arbeit und ohne Perspektive - zumindest für ihn und seinesgleichen erfüllen sich die nostradamischen Prophezeiungen.
Urteil: Nun hat es also mit "New York 1999" auch der Klassiker zum Thema Überbevölkerung in die Hardcover-Reihe High 8000 geschafft. Bei vielen dürfte bereits die Verfilmung aus den 70er Jahren ("... Jahr 2022 ... die überleben wollen") einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, so dystopisch und beklemmend ist die dort erzeugte Atmosphäre. Dem steht das Buch in nichts nach - im Gegenteil, es benötigt nicht einmal die im Film benutzten plakativen Szenen, um Gefühle beim Leser zu erwecken: es will aufrütteln, auf die Gefahren des exponentiellen Bevölkerungswachstums hinweisen. Und auch wenn man, wie Wolfgang Jeschke in seinem Vorwort schreibt, ob der täglichen Bilder aus aller Welt schon teilweise abgestumpft ist, so dringt Harrisons Appell auch heute noch bis zum Leser durch.
Man merkt dem Buch die drei Jahrzehnte an, die es auf dem Buckel hat - und das ist gut so: kaum einer der heutigen Autoren bringt in punkto Ausdrucksstärke und Stil ähnliches zustande, nicht umsonst gelten die 60er Jahre für mich als Blütezeit der modernen Science Fiction. Wer "New York 1999" also nicht schon im Regal stehen hat, sollte das unbedingt nachholen.

Oliver Faulhaber






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