Harry Harrison; Marvin Minsky

Die Turing Option

SF. Heyne, 16.90 DM . ISBN: 3-453-11912-6

Harry  Harrison; Marvin  Minsky: Die Turing Option

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Der Protagonist ist Brian Delaney, ein 24jähriger Wissenschaftler irischer Abstammung, der an der Entwicklung einer KI arbeitet. "Megalobe Industries", ein Zusammenschluß großer Firmen sowie der amerikanischen Regierung, beschäftigt ihn in einer Hochsicherheits-Forschungsanstalt in der Wüste Kaliforniens. Als Brian gerade den Durchbruch geschafft und die erste KI fertiggestellt hat, wird die Forschungsanstalt überfallen, alle Daten bezüglich KI sowie der Prototyp werden gestohlen, von den Dieben findet man keine Spur, und der einzige Überlebende des Massakers, Brian, liegt mit schwersten Verletzungen im Koma. Da sich in seinen Erinnerungen die einzigen verbleibenden Informationen zum Bau einer KI sowie möglicherweise zu den Tätern befinden, wird alles daran gesetzt, sein Leben zu retten. Doch die Schäden, die die Kugel in Brians Gehirn verursachte, stellen die Chirurgin vor schier unlösbare Probleme und zwingen sie, bisher unerprobte Techniken anzuwenden ... die nächsten 100 Seiten beschäftigen sich ausführlichst mit den sich über mehrere Wochen hinziehenden Operationen, in denen Brians durch die Verletzung getrennte Gehirnbereiche erst wieder verknüpft werden, damit sein Bewußtsein auch auf die darin gespeicherten Erfahrungen zugreifen kann. Während diesem Verknüpfen durchlebt Brian, noch immer im Koma, seine frühe Jugend erneut, und der Leser bekommt so einen Einblick in das Leben des Wunderkindes, in die Erfahrungen, die ihn zu dem werden ließen, was er vor seinem Unfall war.
Brian wird auch eine Art Computer eingebaut, der noch nach Abschluß der Operationen neue Verknüpfungen bilden soll, wofür jedoch Brians Mitarbeit notwendig ist. Als er endlich aus dem Koma erwacht, kann er sich nich mehr an die letzten 10 Jahre erinnern und befindet sich auf dem Niveau eines 14jährigen. Obwohl auf sein Leben auch weiterhin Anschläge verübt werden, als durchsickert, daß er den Unfall überlebt hat, will er seine Arbeit wiederaufnehmen und ist fest entschlossen mit Hilfe der noch aufgespürten Notizen, eine weitere KI zu bauen. Unterdessen stellt sich der in seinem Gehirn plazierte Computer als unvorhergesehene Hilfe heraus, da Brian direkt mit ihm zu interagieren lernt. So können Daten in dessen Speicher geladen werden, auf die Brian zugreifen kann, oder er kann direkt Berechnungen mit Hilfe der CPU durchführen. Im weiteren Verlauf versucht Brian, eine KI zu entwickeln, immer unter dem Damokles-Schwert, daß die Verbrecher immer noch nicht gefaßt sind. Da die "Schutzhaft", in der er sich befindet, bis zum Auffinden der für den Überfall Verantwortlichen bestehen bleiben, hängt sowohl Brians Vergangenheit als auch seine Zukunft davon ab, daß dies geschieht ...
Die Kooperation Harrisons mit Minsky war für mich einer der Gründe, dieses Buch zu kaufen, da ich mir eine wissenschaftlich fundierte bzw. wirklichkeitsnahe Beschäftigung mit dem Thema "Künstliche Intelligenz" erhoffte. Doch vor allem der erste Teil, der die Gehirnoperation beschreibt und versucht, die Funktionsweise des Gehirns zu erläutern, ist nur noch als "Hard SF" zu bezeichnen. Es erinnert mehr an eine Vorlesung als an einen Roman, was bestimmt nicht jedermanns Geschmack ist. Obwohl er auch bei der Beschreibung des Prozesses der KI-Konstruktion sehr ins Detail geht, wirken diese Ausführungen weniger störend. Harrison bemüht sich, alles möglichst realistisch wirken zu lassen, auch wenn der Zeitpunkt der Handlung (2023-2026) etwas verfrüht wirkt.
Urteil: Für Leser, die nur unterhalten werden wollen, sicherlich die falsche Lektüre. Ansonsten bekommt man jedoch einen guten Überlick über die Thematiken Gehirnforschung und KI (welche ja beide eng verflochten sind), sowie mögliche Antworten auf die Fragestellungen "Was ist Intelligenz?" bzw. "Was sind Erinnerungen" ... wobei ich dann eher ein wirklich seriöses Werk anstatt eines Romans empfehlen würde, wenn jemand ein spezielles Interesse an solchen "wissenschaftlichen" Fragen haben sollte.

(Oliver Faulhaber)






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