Ulrich Grober

Vom Wandern. Neue Wege zu einer alten Kunst

Roman. Zweitausendeins, 345 Seiten. 19.90 EUR . ISBN: 3-86150-772-2

Ulrich  Grober: Vom Wandern. Neue Wege zu einer alten Kunst

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Billige Flugzeugreisen für ein Milliardenpublikum an besonders prickelnde Punkte der Erdoberfläche, beispielsweise nach Dubai, Thailand oder New York sind vielleicht doch nicht so erstrebenswert, wie die globale Tourismusindustrie vorgibt. Das jedenfalls mag den Erfolg einiger „Wanderbücher“ erklären. Manuel Andrack hat eines geschrieben, Hape Kerkeling ein weiteres – beide übrigens bemerkenswert.
„Vom Wandern. Neue Wege zu einer alten Kunst“ hat der Journalist Ulrich Grober sein Buch über das Gehen zu Fuß betitelt. Es reiht sich ein in die Gegen-Bewegung zum rasenden Stillstand der Gegenwart und macht auch Wandermuffeln (sofern sie dieses Buch überhaupt lesen) klar: Nur wo man zu Fuß war, war man wirklich.
Grober erzählt von seinen Wanderungen durch klassische Wandergebiete, etwa auf Heideggers Spuren im Hochschwarzwald oder in weitgehend unbekannten Terrain, etwa dem „Hainich, einem kleinen Waldgebiet, an der Wasserscheide von Werra und Unstrut, zwischen Eichsfeld und Thüringer Wald.“ Grober berichtet von seinen Erfahrungen, vor allem in den Wäldern Deutschland. Er nimmt wahr, wie es sich anfühlt, barfuß in der Nähe des Wassers zu gehen und beschreibt minutiös die Farben der Wälder oder die Kälte beim Schneeschuhgehen. Mitunter insistiert Grober ein wenig zu Detail verliebt auf seinen Wahrnehmungen, gelegentlich erscheint er bei aller Freude an der Natur gegenüber seinem Leser ein wenig überheblich. Ulrich Grober hat nämlich das Wandern erst im gehobenen mittleren Alter für sich entdeckt; seine Wandererfahrungen reichen erst fünf Jahre zurück. Mancher Hardcore-Wanderer mag sich deshalb gelegentlich ein wenig belehrt fühlen.
„Vom Wandern“ wäre jedoch in langweiliges Buch, würde Grober nicht den (erfolgreichen) Versuch machen, nahezu sämtliche technologischen, psychologischen, ökologischen und philosophischen Aspekte des Wanderns in separaten und gut recherchierten Kapiteln zumindest anzureißen. Das reicht von der Ausrüstung, die man besser individuell zusammen stellt als im Outdoor-Shop zu kaufen (PET-Flaschen etwa sind mindestens genauso gut wie teure Alu-Flaschen), über eine Analyse der Bewusstseinszustände beim Gehen zu Fuß bis hin zu Heideggers Seins-Überlegungen, die er im Angesicht der Alpenkette am Todtnauberg angestellt hat. Ein Kapitel über „Spirituelles Wandern“ darf ebenso wenig fehlen wie eines über den Nomaden Joseph Beuys, dessen Spuren Grober im urbanen Gebiet folgt. Dem belletristischen Teil, also jenem in dem Grober von seinen Erlebnissen berichtet, hätte übrigens der lakonisch-journalistische Tonfall des Info-Teil gut getan. Dem Band ist selbstverständlich ein gut kommentiertes Literaturverzeichnis angehängt. Matthias Kehle






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