Ferdinand Fischer

Patrisbrunna

Roman. Bonifatius, 576 Seiten. 25.90 EUR . ISBN: 3897100843

Ferdinand  Fischer: Patrisbrunna

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1200 Jahre Stadtgeschichte aufzuarbeiten ist kein leichtes Unterfangen. Dieser Herausforderung gestellt hat sich Ferdinand G. B. Fischer, Schriftsteller und Autor aus Arnsberg, mit seinem Roman „Patrisbrunna – Der Roman Paderborns“.
Fischer wurde vor allen Dingen durch seine Reiseliteratur bekannt, aber auch Kinderbücher, Romane und Drehbücher hat der Sauerländer, der das Schreiben vor mehr als 40 Jahren begann, verfasst. Seine ganz besondere Liebe gehört historischen Ereignissen und der belletristischen Aufarbeitung dieser.
Für den Roman „Patrisbrunna“ durchstreifte Ferdy Fischer die Jahrhunderte, immer auf der Suche nach faszinierenden Begebenheiten, die lohnenswert erscheinen für den Leser des 21. Jahrhunderts. Und davon hat die Dom- und Bischofsstadt Paderborn viel zu bieten.
Den Anfang macht das Jahr 799. „Auf Patrisbrunna kroch langsam von Westen ein schier unendlicher Heerwurm zu, über dem eine Sintflut von Frühjahrsregen niederging.“ Mit dem „Weltgipfeltreffen“ zwischen dem Frankenkönig Karl und Papst Leo III rückt Paderborn, das zur damaligen Zeit eben noch Patrisbrunna genannt wurde, in den Blick der Öffentlichkeit. Doch nicht trockene Geschichtsdaten rücken nun in den Vordergrund, sondern lebendig werdende Erlebnisse von Menschen, von Sachsen und Franken, die ihr Leben auf dem Schlachtfeld lassen müssen.
„Der Tote schien hämisch zu grinsen. Aus den Falten eines verblichenen und zerschlissenen Tuches baumelten knöcherne Arme und Beine.“ Realistische Darstellungen, denen nichts an Dramatik der Zeit fehlt.
Zwölf Jahrhunderte streift Ferdy Fischer in seinem Roman, taucht immer wieder in die geschichtlichen Geschehnisse ein, beispielsweise in den Dreißigjährigen Krieg, lässt historische Personen mit fiktiven verkehren, überspringt schon einmal das ein oder andere Jahrhundert, lässt den Leser bei seinen „Zeitsprüngen“ aber nicht im „Regen“ stehen, sondern führt ihn – quasi an der Hand – durch die Jahre.
Raum nehmen auch die Schilderungen der Schicksale der nichtjüdischen und jüdischen Bevölkerung ein. Dabei spart der Arnsberger Schriftsteller auch die düsteren Kapitel der jüngsten Paderborner Stadtgeschichte nicht aus.
Ende des 19. Jahrhunderts ziehen 300 jüdische Gläubige in ihr neues Gotteshaus ein – 50 Jahre später nimmt die nationalsozialistische Katastrophe ihren Lauf: In Berlin brennt der Reichstag und die Paderborner Juden stellen sich die Frage: Was bringt die Zukunft? „Ach, Grünwald, wir wollen doch nicht an das Schlimmste glauben. Hindenburg und die Preußen stehen vor Hitler… Moritz Rosenbaum bleibt trotz düsterer Vorzeichen immer noch voller Hoffnung.“
Der Roman endet mit einem Epilog. Schülerinnen und Schüler von heute setzen sich im Unterricht mit der Geschichte der Stadt auseinander, fragen nach Lebensläufen und stellen so die Verbindung zur Vergangenheit her.

Martina Meier






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