David G. Compton

MERS

SF. Heyne, München. ISBN: 3-453-14884-3

David G.  Compton: MERS

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Nein, mit Mittelerde und Fantasy hat dieses Buch nichts am Hut, MERS steht vielmehr für Male Embryo Rejection Snydrom: In Comptons Near-Future-Vision werden plötzlich keine Jungen mehr geboren, alle männlichen Föten werden bereits in einem frühen Stadium der Schwangerschaft abgestoßen. Und auch vierzig Jahre nach dem ersten Auftreten ist noch nicht einmal die genaue Ursache hierfür gefunden - trotz den immensen weltweiten Bemühungen. Zwar sehen einige endlich zu Wort kommenden Frauen den Grund für MERS in der Gnade von "Gott der Mutter" und feiern die Befreiung vom Patriachat, aber dem Großteil der Menschheit ist klar, daß ein Gegenmittel gefunden werden muß, um das Überleben der Spezies zu sichern.
Die Protagonistin, Dr. Harriet Kahn-Ryder, ist eine der weltweit führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet und nach jahrelangen Forschungen glaubt sie endlich einen Impfstoff entdeckt zu haben. Doch als sie die Regierung - ihren Arbeitgeber - um einen Feldversuch und Publizierung bittet, wird sie mit fadenscheinigen Argumenten abgewiesen. Auch eine Veröffentlichung auf eigene Faust wird unterbunden, indem angebliche Polizisten das Leben von Harriets Tochter durchaus glaubhaft bedrohen. Von da an beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem Harriet immer wieder zwischen der globalen Bedeutung eines Impfstoffes und der Sicherheit ihrer Tochter abwägen muß. Dieser Haupthandlungsstrang wechselt mit Rückblenden in Dr. Kahn-Ryders Vergangenheit ab, so daß der Leser Einblicke in ihre Kindheit und ihr familiäres Umfeld erhält, in ihre Entwicklung und die ihres psychotischen Bruders - der trotz seiner eher indirekten Bedeutung für die Story einer der Hauptcharaktere ist.
Urteil: Nicht herausragend, aber auch nicht schlecht. Die immer größer werdende Verzweiflung Harriets läßt sich gut an Comptons verändertem Schreibstil erkennen, und vor allem das Ende weiß zu überraschen - doch irgendwie fehlt dem Ganzen das "gewisse Etwas". Der in "MERS" entworfenen Gesellshaft, in der es ja schließlich keinen Mann unter 40 gibt, fehlt es an Profil - obwohl man deutlich merkt, daß Comptons sich zumindest an einigen Stellen bemüht hat, Unterschiede zu unserer gewohnten Welt zu erzeugen ... das Problem liegt in dem "bemüht", denn im Nachhinein macht vieles einen recht konstruierten Eindruck.

(Oliver Faulhaber)






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