Jonathan Carroll

Laute Traeume

SF. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M.. ISBN: 3-518-37942-9

Jonathan  Carroll: Laute Traeume

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Fehlender Spannungsbogen

Carroll, ein in Wien lebender Amerikaner, ist ein ausgewiesener Spezialist für subtilen phantastischen Horror. Das zeigte er bereits in seinem Debütroman "Das Land des Lachens", und "Laute Träume" macht keine Ausnahme. Erst in letzter Zeit (1999) hat sich Carroll mit "Kissing the beehive" und "Marriage of Sticks" dem unheimlichen Krimi zugewandt.

Handlung

Die Anfangsszene ist relativ grausig: ein verrückter Axtmörder, inspiriert von einem sensationallen Wiener Kriminalfall. Nach diesem Vorspiel erzählt Carroll jedoch eine realistische Liebesgeschichte sowie die Story von der Rettung der Welt. Das Phantastische macht sich erst spät bemerkbar. Die Jourmalistin Cullen lebt mit ihrer großen Liebe Danny zusammen, hat eine kleine Tochter und mindestens einen guten Freund – was will man mehr vom Leben. Doch sie wird schon seit Monaten von seltsamen Träumen heimgesucht, die in einer Phantasiewelt namens Rondua spielen, wo die Tiere um einiges größer sind als hier und die Hunde sprechen können.

In diesen träumen begleitet sie ihren Sohn Pepsi - der in der Realität nie geboren wurde, weil Cullen eine Abtreibung vornehmen ließ – zum Ort des Entscheidungskampfes zwischen dem guten und dem bösen Prinzip. Ihr Sohn verkörpert das Gute und der jetzige herrscher von Rondua das Böse. Das Gut muß das Böse besiegen, um diese Welt vor dem Untergang zu bewahren. Daß ihm dieser Sieg gelingt, gehört ja zur guten Tradition der Fluchtliteratur.

Fazit

Wie schon in "Land des Lachens" zeichnet Carroll seine Protagonisten Cullen und Danny als stinknormale, in Charakter und Verhalten nachvollziehbare Figuren, die gerade durch ihre Durchschnittlichkeit aus dem Freundeskreis wohl der meisten Leser stammen könnten. Leider fehlt hier jedoch der große Spannungsbogen, der diese Normalität gefährdet und sie so in Frage stellt. Statt dessen findet der Leser in den in Rondua spielenden Szenen ein Freak-Personal vor, das nur als wohlbekannt – und eine Geschichte, die nur als abgedroschen bezeichnet werden kann. Die liebevoll gezeichneten Hauptfiguren hätte ich mir gerne in einem gelungeneren Roman gewünscht.

Michael Matzer / michael@matzer.de © 2000ff

Info: Bones of the Moon, 1987; 205 Seiten, aus dem US-Englischen übertragen von Rudolf Hermstein






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