Christoph Buchwald; Michael Krüger

Jahrbuch der Lyrik 2004

Anthologie. C.H. Beck Verlag, München. 160 Seiten. 12.90 EUR . ISBN: 3-406-50273-3

Christoph  Buchwald; Michael  Krüger: Jahrbuch der Lyrik 2004

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Kaum hat das Jahr begonnen, kaum naht Ostern, da erscheint auch schon das „Jahrbuch der Lyrik“ datiert auf’s folgende Jahr. Wie immer hat Christoph Buchwald zusammen mit einem (jährlich wechselnden) Mitherausgeber eine Sammlung von Gedichten zusammengestellt, die im deutsch sprachigen Raum ihresgleichen sucht. Mit Michael Krüger, selbst Lyriker, aber auch umtriebiger Verlags-Chef, hat Buchwald einen kompetenten Partner gefunden; mit einer illustren Mischung aus alten Größen und „Youngstern“, die zum ersten Mal dabei sind, ist das neue Jahrbuch in seiner Mischung altbewährt.
Johannes Kühn, Jürgen Theobaldy, Robert Gernhardt sind ebenso vertreten wie Ron Winkler (Jahrgang 1973), Eva Simon (1978) oder Jan Volker Röhnert (1976). Gerade letzterer ist eine der Entdeckungen der letzten Jahre (die übrigens einem anderen wichtigen Lyrikherausgeber zu verdanken ist, nämlich Theo Breuer), auch wenn die Gedichte im Jahrbuch 2004 etwas bemüht originell wirken („... Ich hab einen sensiblen Geruchsinn/ & kein Kellnerinnenschritt setzt/ die Tatsache außer kraft, daß, nein auch// als Zeile hätte Buchweizen, gebrannt/ höchstens kursiv überkulinarisch Bestand...“). Wie immer wird in der zeitgenössischen Poesie gereimt, orakelt, geschwelgt, gesungen: Alle Themen und alle Tonlagen sind vertreten, vom angenehm zurückhaltenden der beiden Baden-Württemberger Peter Salomon und Walle Sayer („... da irgend jemand das garrende/ Friedhofstor geölt hat// und die Gräber gerichtet sind,/ die Schmerzparzellen.“) über Ludwig Harigs launige Fußball-Sonette, bis hin zum Langgedicht - Thomas Kunst etwa fragt sich, „was machen sie nur, ohne den/ Osten und die anderen warmgehaltenen Entrümpelungshierarchien.“
Zugegeben, viele Texte lassen einen schalen Beigeschmack zurück. So ist es eben bei Anthologien, die einen Querschnitt dichterischen Schreibens zeigen wollen: Für alle ist ein wenig dabei, ein Quäntchen hier, eines da. Eines der Highlights ist ohne Zweifel Werner Frischs „Im Faradaykäfig des Jetzt“. Geschickt montiert (neudeutsch: „sampelt“) er die archaischen „Merseburger Zaubersprüche“ und andere althochdeutsche Lyrik mit Sequenzen einer Autofahrt während eines Gewitters. Daraus ist ein rhythmisch vollendetes, dunkles und beängstigendes Gedicht geworden, dessen Bilder und Klänge sich ins Gedächtnis brennen. Matthias Kehle






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