David Brin

Die Clans von Stratos

SF. Heyne, München. ISBN: 3-453--

David  Brin: Die Clans von Stratos

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Vor Jahrtausenden machte sich Lysos mit einigen Gefolgsleuten auf die Reise ins All, um eine neue Form der menschlichen Gesellschaft zu gründen. Sie veränderte ihre Nachkommen derart, daß Frauen zwar männliche Spermien als Stimulation benötigen, die Nachkommen jedoch genetisch mit den Müttern identisch sind. Hormonell gesteuert werden jedoch in den Sommermonaten die Kinder noch auf "konventionellem" Weg erzeugt, so daß ein steter Nachwuchs an Söhnen bzw. genetisch von den Müttern verschiedenen Töchtern gewährleistet ist und in einem subtilen Gleichgewicht die Generationen überdauert hat - da der Rest der Menschheit nichts über diese "Kolonie" weiß, konnte sie sich zudem ungestört von äußeren Einflüssen entwickeln.
Die Frauen bilden sogenannte Clans, die eine bestimmte Nische in der Gesellschaft besetzen und eine spezielle Aufgabe erfüllen. Können und Tradition wird über die Generationen hinweg an die Klone weitergegeben, die als minderwertig angesehenen "Sommergeburten" müssen jedoch die Heimat verlassen und sich auf die Suche nach einer neuen Nische machen bzw. einem anderen Clan als Hausangestellte dienen. (Männer stehen noch weiter unten auf der sozialen Leiter, und werden eher als notwendiges Übel angesehen.)
Die Zwillinge Maja und Leie sind solche Sommergeburten - oder "Vars" wie sie auch genannt werden. An ihrem 5. Geburtstag stratinischer Zeitrechnung müssen sie ihren Clan verlassen und sich dem harten Leben stellen. Sie sind voll von Hoffnungen, daß sie eines Tages zusammen einen neuen Clan gründen werden ... aber bereits am Hafen, als kein Schiff bereit ist sie mitzunehmen, werden die beiden mit ersten Schwierigkeiten konfrontiert. Zum erstenmal seit ihrer Geburt getrennt, besteigen sie verschiedene Schiffe eines Konvois und lernen, was es heißt zu schuften. In einem schweren Sturm kentert Leies Schiff und auch Maia kann sich nur mit letzter Not retten. Nach ihrer Genesung beginnt sich Maia langsam in ihr Schicksal zu fügen, als sie auf ihrer weiteren Reise zufällig Zeuge des Handels mit einer neuartigen und revolutionären Droge wird. Fortan befindet sie sich auf der Flucht vor den Häschern, wird jedoch schließlich gefangen genommen. In ihrem Gefängnis lernt sie einen Mann von der Erde kennen, der den Planeten entdeckt und mit der Regierung Verhandlungen über einen (Wieder-)Eintritt in das Handelssystem der von Menschen bewohnten Planeten geführt hat - dann allerdings von einer politischen Gruppe entführt und hierher verfrachtet worden ist. Gemeinsam gelingt ihnen die Flucht, was aber eigentlich erst den Anfang der weiteren Abenteuer darstellt. Sie sind geprägt von neuen Freunden, die sich kurz darauf als genau das Gegenteil herausstellen, und von Rätseln, die Maia nach großen Anstrengungen zu lösen vermag.
Dies ist auch der Punkt, an dem das Buch beginnt durchschnittlich zu werden: wo anfangs die Idee zu solch einer Gesellschaft fasziniert, flacht das Buch gegen Ende hin zu einer normalen Abenteuerstory ab, in der eine heranreifende Jugendliche langsam zur Frau wird und es versteht, durch enormes Geschick für logische Rätsel immer wieder einen Ausweg zu finden. Vor allem der Schluß ist meines Erachtens überflüssig, wenn auch - als positiver Punkt anzumerken - die von mir erwartete Wende am Ende ausbleibt.
Urteil: Wie Brin im Anhang anmerkt, liegt sein Hauptaugenmerk bei diesem Buch zum einen in den Folgen solch einer von Frauen bestimmten Gesellschaft, zum anderen aber auch in dem oft vorkommendem "Spiel des Lebens" (eigentlich eine Variante der "Life"-Simulation zum Voraussagen der Entwicklung einer Zivilisation ... allerdings als Spiel zwischen zwei Personen, bei dem es darauf ankommt, die Zivilisation des Gegners auszulöschen). Das Szenario ist äußerst gut durchdacht und in sich stimmig; auch die verschiedenen Konsequenzen eines Eingriffs in solch eine Gesellschaft (wie es die verschiedenen politischen Gruppierungen fordern, von denen Maia und der "Sternenmann" benutzt werden) werden beleuchtet.
Wie gesagt verliert das Werk im weiteren Verlauf an Niveau, doch bleibt es auch weiterhin eine flotte Abenteuergeschichte - wie es sich gehört mit einer überdurchschnittlichen Portion Glück der Protagonistin. Alles in allem empfehlenswert, es dürfte eigentlich für jeden etwas dabei sein.
(Oliver Faulhaber)






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