Ernst Augustin

Gutes Geld

Roman. Suhrkamp Verlag, 170 Seiten. ISBN: 3-518-40753-8

Ernst  Augustin: Gutes Geld

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Wer träumt nicht davon, eines Tages von einem unbekannten Onkel einen Brief zu erhalten, in dem er mitteilt, man möge sich miteinander bekannt machen, schließlich sei der einzige Neffe zukünftiger Alleinerbe? Im Falle von Karls Onkel Augustin ist die Lage jedoch nicht ganz so einfach. Augustin läßt seinen Neffen nämlich zunächst in sein riesiges Haus einziehen und bringt ihm als seinem Angestellten seltsame Dinge bei. Karl lernt, zwei dünne Stück Papier nahtlos aneinanderzukleben, er lernt, wie man einen dünnen, silbernen Strich zieht und Männchen malt, "Männchen mit Bart und ohne Bart, mit Mütze und ohne Mütze, kleine graue schablonenartige Portraits, auch das einer Dame mit Haube". Als ihn Augustin in die Bedienung einer Druckmaschine einweist, ist Karl alles klar: Er soll Nachfolger eines genialen Geldfälschers werden. Onkel Augustin, ein komischer Kauz ersten Grades, der an der Eingangstür tote Klingeln angebracht hat, dessen Haus so verwinkelt ist, daß man alleine nicht mehr herausfindet, und der es für einige Tage aufgibt sich zu waschen, um eine Eintagsfliege im Waschbecken zu schonen, der ständig über die Menschheit schwadroniert, wenn er seinem Neffen neue Fertigkeiten beibringt: der Onkel stürzt sich eines Tages zu Tode. Er hinterläßt eine beträchtliche Erbschaft, die jedoch wie vom Erdboden verschwunden ist. Mit des Onkels Haushälterin, nicht weniger schrullig, macht sich Karl auf die Suche. Er findet an obskuren Stellen rätselhafte Briefe, welche schließlich zu einigen Millionen führen. Seine Erbschaft, das hat Karl seit langem geahnt, ist jedoch nichts mehr wert, denn der Onkel konnte lediglich die alten Geldscheine perfekt fälschen.
Ernst Augustins neuer Roman hat eine reale Vorgeschichte. Der Autor und Psychiater hatte vor über 20 Jahren einen sehr kunstfertigen Geldfälscher zu begutachten, der - angesichts seines hohen Alters - seine Geheimnisse preisgab. So ist es Ernst Augustin nicht nur gelungen, sehr detailreich zu erzählen, wie man Geld fälscht, sondern auch die Zwangs- und Wahnvorstellungen eines Kriminellen zu karrikieren, der sich für einen Künstler hält. "Gutes Geld" ist gottlob keine "Fallstudie" eines Psychiaters, erst recht keine Kriminalgeschichte, sondern ein liebenswerter Roman und eine leichtfüßige Satire über einen schrulligen Onkel mit einem entlegenen Hobby. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Matthias Kehle






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