Edwin A. Abbott

Flatland

SF. xxxx,

Edwin A.  Abbott: Flatland

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Wie könnte eine Welt mit nur zwei Dimensionen aussehen? Was könnten die Einwohner dieser Welt sehen, wie wäre ihr Konzept vom Universum? Diesen Fragen ging Edwin A. Abbott vor mehr als hundert Jahren in seinem Buch "Flatland" nach - einem Werk, das sich rückblickend zu den ersten Klassikern der Science Fiction zählen lässt und bis heute kaum etwas von seinem Reiz verloren hat.

Wie alle Bewohner dieser "flachen" Welt (als Vergleich wäre am ehesten ein unendlich dünnes Stück Papier angebracht) hat auch das erzählende Quadrat keinerlei Vorstellung von dem Begriff "Höhe". Dies ändert sich erst, als ihn ein Bewohner von "Raumland" - unserer gewohnten Welt - besucht (bezeichnenderweise am 31. Dezember 1999) und ihn von der Existenz einer dritten Dimension überzeugen will. Da unserem Quadrat jegliche Fähigkeit zur Wahrnehmung von Höhe fehlt, bleibt dem Besucher nur die Möglichkeit, ihn die "wahre" Gestalt des Universums am eigenen Leibe spüren zu lassen. Doch schnell wird auch dem Quadrat klar, dass selbst der ihm anfangs allmächtig erschienene Besucher nur ein Gefangener seiner eigenen Wahrnehmung ist ...

Hätte "Flatland" nur diese Ebene, wäre es zwar recht amüsant und unterhaltsam - aber mehr auch nicht. Abbott hat diese Welt jedoch als Instrument für seine Kritik an der ihn umgebenden Gesellschaft verwendet, sowohl was die Rolle der unteren Schichten als auch was die Stellung der Frau angeht. Voller Zynismus bemerkt er so beispielsweise auf Seite 16: "The tact and skill which suffice to avert a Woman's sting are unequal to the task of stopping a Woman's mouth". Frauen werden in seinem Buch bewusst als unterbemittelte, irrationale Wesen dargestellt, im wahrsten Sinne des Wortes als bloße Linie - und das in einer Gesellschaft, bei der die Anzahl der Ecken das Maß des sozialen Ranges ist. Wäre nicht das recht ausführliche Vorwort von Thomas Banchoff, das Informationen zu Abbotts Hintergrund und der Bedeutung des Buches enthält, man könnte meinen, Abbott sei selbst einer dieser viktorianischen Chauvinisten.

Diesen beiden Ebenen - die geometrisch-wissenschaftliche und die soziale - ergänzen sich ideal und bilden auch heute noch einen Anreiz zum Mit- und Weiterdenken. Erfreulicherweise benötigt man keine außergewöhnlich guten Englisch-Kenntnisse, um dieses Buch im Original zu genießen. Die Sprache ist überraschend modern, einzig die Verwendung einiger seltener Vokabeln sorgt für stellenweises Stocken. Neben der Kürze gibt es noch einen weiteren Grund, der auch diejenigen, die normalerweise nur die Übersetzung lesen, zum Original greifen lassen dürfte: die deutsche Übersetzung kostet 28 beziehungsweise 68 Mark.

Oliver Faulhaber






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